Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

Zwei abwechslungsreiche Konzerte in Doha

Sehr abwechslungsreich und international, so präsentieren sich die beiden Programme, die Dmitrij Kitajenko am 21.und 28. Mai in Doha dirigiert. Das 'Qatar Philharmonic Orchestra' spielt zunächst Felix Mendelssohn Bartholdys Dritte Symphonie, die sogenannte 'Schottische', basierend auf Erinnerungen an eine Reise nach Schottland, die den Komponisten sehr beeindruckt hatte. Danach folgt das Flötenkonzert des Franzosen Jacques Ibert mit Nicole Preßler, der Soloflötistin des 'Qatar Philharmonic'. Rimski-Korsakows farbige Suite 'Capriccio espagnol' op. 34 beendet das Programm. Rimski-Korsakow war als junger Schiffsoffizier in Spanien und hatte dort die spanische Volksmusik schätzen gelernt. Von allen Spanienersatz-Stücken gilt das 'Capriccio espagnol'  als das idiomatischste.

Das Konzert vom 28. Mai beginnt mit Robert Schumanns zweiter Symphonie, die aber die Nummer 4 trägt, weil der Komponist sie 1851 revidierte und als letzte seiner Symphonien veröffentlichte. Kolja Blacher ist der Solist in Max Bruchs Erstem Konzert für Violine und Orchester. Bruch hat drei Violinkonzerte geschrieben. Eine erste Fassung seines Ersten Konzerts entstand 1866 in Koblenz und wurde danach unter Mitwirkung des Meistergeigers Joseph Joachim 1868 in Bremen uraufgeführt. Dass die Geiger seiner Zeit nur dieses Violinkonzert immer wieder spielten und nicht seine anderen Werke für die Geige, erzürnte Bruch sehr und er hat sich dazu mehrmals geäußert, u.a in einem von ihm selbst verfassten "Polizeilichen Verbot betreffend M.B.'s erstes Concert": "Da sich in neuester Zeit das erstaunliche Factum ereignet, dass die Geigen von selbst spielten das erste Concert, machen wir schleunigst bekannt zur Beruhigung ängstlicher Seelen, dass wir besagtes Konzert hierdurch verbieten mit Ernst." Dmitrij  Kitajenkos Konzert mit dem 'Qatar Philharmonic' endet mit der 'Rosenkavalier'-Suite op. 59 von Richard Strauss.