Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

Zwei Konzerte in Doha

Für zwei Konzerte reist Dmitrij Kitajenko im Monat Oktober nach Doha. Am 14. dirigiert er das 'Qatar Philharmonic Orchestra' im Opernhaus von Doha in einem russisch-spanischen Programm, das mit Tschaikowskys Serenade für Streichorchester op. 48 beginnt. Danach ist Irena Gulzarova die Solistin in Prokofjews Drittem Klavierkonzert.
Irena Gulzarova wurde 1982 in Taschkent in einer Musikerfamilie geboren. Ihren ersten Soloauftritt absolvierte sie im Alter von acht Jahren. Mit 13 spielte sie eine Konzerttournee durch mehrere Städte Deutschlands. Während ihres Studiums, u.a. bei Rudolf Buchbinder, gewann sie mehrere Wettbewerbe. 2016 wurde Irena Gulzarova von Vadim Repin eingeladen, zusammen mit ihm und Mischa Maisky in Moskau die Klaviertrios von Rachmaninoff und Tschaikowsky zu spielen.
Den Abschluss des Konzerts bildet die 2. Suite aus Manuel de Fallas 'El sombrero de tres picos'. Der Komponist arbeitete von 1904 an verschiedenen Projekten zum gleichnamigen Roman von Pedro Antonio Alarcón. Er dachte zunächst an eine Oper, dann an eine Pantomime und schließlich an ein Ballett, das 1919 von den 'Ballets  Russes' in einer Choreographie von Leonid Massine uraufgeführt wurde. Kostüme und Bühnenbild hatte kein anderer entworfen als Pablo Picasso.
Eine Woche später, am 21. Oktober, dirigiert Dmitrij Kitajenko ein zweites Programm, das man mit 'Licht und Schatten' überschreiben könnte. Es beginnt mit Ludwig van Beethovens Vierter Symphonie, die Robert Schumann als "griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen" beschrieben hat. Nach der 'Eroica' wirkt die Vierte licht und schlank, mit viel Charme und lichtvoller Kantabilität.
Nach dem unbeschwerten ersten Teil des Konzerts folgt Schostakowitschs Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47, als musikalischer Ausdruck der depressiven Stimmungen des bei Stalin in Ungnade gefallenen Komponisten. Die Symphonie ist, wie es Mstislav Rostropovich einmal formulierte, der Schlüssel zu Schostakowitschs gespaltener Existenz  mit ihrem 'offiziellen Gesicht' und der innerlich zerrissenen und gequälten Persönlichkeit.