Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

Drei Abende mit dem Konzerthausorchester Berlin

Dmitrij Kitajenko, Erster Gastdirigent des Konzerthausorchesters, kehrt Mitte März für drei Konzerte nach Berlin zurück. Das Programm vom 17., 18. und 19. März beginnt mit Antonín Dvořáks Konzertouvertüre op. 92, 'Karneval', die als Mittelteil des dreiteiligen Ouvertüren-Zyklus' 'Natur, Leben und Liebe' den Menschen in seiner ganzen Lebendigkeit und Fröhlichkeit darstellt. Sehr vergnüglich ist auch das neoklassische Flötenkonzert von Jacques Ibert aus dem Jahre 1934, komponiert für Marcel Moyse, der als Interpret und Lehrer so sehr zur Renaissance der Flöte beigetragen hat. Solist ist der u.a mit dem Ersten Preis beim Internationalen Carl Nielsen Flötenwettbewerb Odense ausgezeichnete Pirmin Grehl, seit September 2002 Soloflötist im Berliner Konzerthausorchester.

Von Jean Sibelius steht die Zweite Sinfonie op. 43 auf dem Programm. Vor dem Hintergrund der immer stärkeren Einflüsse, denen das zum Reich von Nikolaus II. gehörende Großherzogtum Finnland damals ausgesetzt war, projizierten Musiker wie Publikum nationale Gefühle in diese 1902 uraufgeführte Symphonie. Die Intensität der Musik und ihr über weite Strecken heroisch-pathetischer Charakter waren dafür eine willkommene Anregung. Der Komponist jedoch wehrte sich energisch gegen eine solche Vereinnahmung seiner Komposition und bezeichnete sie als absolute Musik. Dabei schrieb er 1943 an seinen Schwiegersohn Jussi Jalas: "Die zweite Symphonie ist ein Sündenbekenntnis der Seele."

Konzerthausorchester