Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

Kitajenko ersetzt Semyon Bychkov beim Gewandhausorchester Leipzig

Dmitrij Kitajenko, der erst Ende Oktober einen nachhaltigen Publikumserfolg mit dem Gewandhausorchester in Leipzig feierte, wurde kurzfristig angefragt, um den Dirigenten Semyon Bychov bei zwei Konzerten am 19. und 20. November zu ersetzen, da dieser aus gesundheitlichen Gründen alle Auftritte bis Mitte Dezember abgesagt hat.

Über Kitajenkos Fünfte Tschaikowsky im Oktober schrieb die 'Leipziger Volkszeitung': "Auch in den größten Steigerungen noch kann er beim Gewandhausorchester Edelklang abrufen, auch hier bleibt das Spiel präzise und durchhörbar, wird nie schrill. Jubel und langer Applaus sind da berechtigt."

Tschaikowsky gibt es auch im anstehenden Konzert mit der 3. Symphonie, der sogenannten 'Polnischen'. Die Dritte zählt zwar nicht zu den Fatum-Symphonien, jedoch ist dieses Fatum in dieser Fassung ungemein präsent. Wir begegnen hier bereits einem innerlich desillusionierten Komponisten, der mit dem ihm eigenen Lyrismus seine Welt des Martyriums besingt. Eine weitere Tschaikowsky-Komposition erklingt in Leipzig: 'Francesca da Rimini' op. 32, eine Sinfonische Dichtung, die auf dem 5. Gesang aus der Göttlichen Komödie des italienischen Dichters Dante Alighieri basiert, der die unglückliche Liebe von Francesca da Rimini zu Paolo, dem Bruder ihres Ehemannes schildert, der beide auf frischer Tat ertappt und tötet. Und schließlich dirigiert Dmitrij Kitajenko noch Sergej Rachmaninoffs Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester op. 43 mit dem 25-jährigen usbekischen Pianisten Behzod Abduraimov.