Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

"Leuchtender Fixstern am Dirigentenhimmel"

Zu Beginn der Spielzeit 12-13 hat das Konzerthausorchester Berlin mit seinem designierten Chefdirigenten Iván Fischer  Dmitrij Kitajenko als Ersten Gastdirigenten verpflichtet. Bereits in dieser Konzertsaison 11-12 wird Dmitrij Kitajenko bei drei Konzerten am Pult des Konzerthausorchesters stehen, so auch zur Saisoneröffnung am 25. August. Dabei standen Werke von Gershwin, Saint-Saens, Villa-Lobos und Ginastera auf dem Programm, Solistin war Sol Gabetta. "Während Gabetta gerade noch zu den Rising Stars gezählt werden kann, gehört Dmitrij Kitajenko bereits seit 1969, als er den ersten Karajan-Wettbewerb gewann, zu den leuchtenden Fixsternen am Dirigentenhimmel. Seine Verpflichtung als erster Gastdirigent ist ein Coup des neuen Konzerthausorchesterchefs István Fischer, der zu den wenigen Dirigentenpersönlichkeiten gehört, die geistig unabhängig genug sind, um strahlende Nebensonnen an ihrer Seite zu dulden", berichtete "Der Tagesspiegel" vorab. Zum Konzert selbst meinte Klaus Geitel in der "Berliner Morgenpost" (29.08.2011): "Auch das Konzerthausorchester spielte unter dem kundigen Dmitrij Kitajenko pointensicher und bezaubernd leichthändig." - "Die Frage, welchen Akzent er dem lateinamerikanisch geprägten Programm verleihen werde, beantwortet der Russe Kitajenko mit einem überraschend deutschen Einschlag: Er stellt Präzision und Durchhörbarkeit über das reine Entfesseln von Rhythmen. Dem langsamen Mittelteil von Gershwins 'Cuban Ouverture' bekommt das ebenso wie der achtsam gespielten Schlussfuge von Villa Lobos 'Bachianas Brasilieras Nr. 7'. Dass dabei dennoch große Energieströme frei werden, ist der Lautstärkendramaturgie zu verdanken, die vom Pianissimo bis zum innerlich befreiten Ganzkörper-Fortissimo reicht", so die Konzertkritik von Carsten Niemann im "Tagesspiegel" (29.08.2011).