Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

"Feuerkraft" in Budpest

Rimski-Korsakows 'Russische Ostern', Schostakowitschs Symphonie Nr. 9, Prokofjews Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 sowie die Rosenkavalier-Suite von Richard Strauss standen auf dem Programm von vier Konzerten, die Dmitrij Kitajenko im April an der Spitze des Budapest Festival Orchestra in Budapest und Györ dirigierte. Die Kritik reagierte überschwänglich und sprach, was die Werke von Rimski-Korsakow und Strauss angeht, von einer "perfekten Darstellung", die das Publikum begeisterte.

József Kling schrieb im Figaro über Kitajenko: "Sein weißes Haar leuchtete wie ein Heiligenschein. Charmanter alter Herr! Er erinnerte mich an Bernstein. Aber sein Auftreten ist sehr viel verhaltener als das des Amerikaners. Kitajenko hat keine Schauspielerambitionen. Aber bei aller bescheidenen Gestik fehlt die Feuerkraft nicht, und die Orchestrierung wird wunderbar herausgearbeitet, so dass die Atmosphäre und Stimmungen wichtigste Merkmale sind." Schostakowitschs Symphonie Nr. 9 habe der Dirigent als "Gourmet-Delikatesse" präsentiert, gleichzeitig aber viel Wert auf die Ironie gelegt.

Vom Prokofjew-Violinkonzert mit Sergei Krylov schrieb die 'bfz', es sei "sehr frisch, sehr dynamisch, sehr verspielt" gewesen.