Dimitrij Kitajenko (Dmitry, Dmitri, Dimitri, Kitayenko, Kitaenko)
Kitajenko

Prokofjew: Die Sinfonien

Während der Autofahrt Aufnahmen anzuhören ist an sich gefährlich und sehr schlecht für den Spritverbrauch. Fleissige Kritiker nehmen routiniert solche Risiken in Kauf und wiederholen die Tätigkeit ausnahmslos Zuhause in einem entsprechend ausgestatteten Hörraum. Die meisten Sammler schätzen Prokofjews Erste und Fünfte Sinfonie. (…) Kitajenko und das Gürzenich-Orchester haben bereits einen prägnanten Schostakowitsch-Zyklus von ungemeiner Kraft vorgelegt (Capriccio SACD) und es ist nicht überraschend, dass sie auch mit dem Prokofjew-Set eine Spitzenleistung darbieten. Ihre Beiträge zu den Sinfonien 1, 5, 6 und 7 sind mit deutlichem Abstand Referenzeinspielungen und die eher vernachlässigten Sinfonien Nr. 2, 3 und beide Fassungen der Nr. 4 zeigen Aufführungen, die die Zuhörer von der höheren Qualität dieser nicht beachteten Werke überzeugen sollten. Kitajenko geht über Fragen von Tempo und Dynamik hinaus, er lässt seine nuanciert spielenden Musiker diese herausfordernden Stücke mit sprühendem Witz und wahrer Hingabe neu erschaffen. Im Moment ist dies nicht nur der beste Prokofjew-Zyklus auf dem Markt, sondern auch der preiswerteste.

Stephen Habington, www.scena.org, 10.01.2009

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